Die Bruttomarge der heimliche Richter.

Die Bruttomarge ist der versteckte Richter in jeder Bilanz eines jeden Unternehmens. Wie du sie zu interpretieren hast und was sie dir bringt erfährst du in diesem Beitrag.

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Was ist die Bruttomarge?

Die Bruttomarge ist die Summe die ein Unternehmen an einem Produkt verdient nachdem die Herstellungskosten abgezogen wurden. Sie ist die Grundlage für die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens.

Wie musst du die Bruttomarge interpretieren?

Die Bruttomarge ist eine extrem wichtige Kennziffer die dir bereits frühzeitig die Wahrscheinlichkeit für den Fortbestand und die Entwicklung eines Unternehmens verrät.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Nehmen wir an du hast eine Unternehmensbilanz vor dir und in dieser Unternehmensbilanz ist die Bruttomarge mit 50% angegeben. Das heißt das dass Unternehmen für ein Produkt von 100 Euro eine Bruttomarge von 50 Euro verbuchen kann. Der restliche Betrag also die restlichen 50 Euro sind die Herstellungskosten die das Unternehmen bei der Produktion zu verbuchen hatte.

Merke: Je höher die Bruttomarge ist desto besser ist das Unternehmen im Kampf gegen Konkurrenten aufgestellt und desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit das Fehlinvestitionen oder schwierige Jahre das Unternehmen in die Insolvent treiben.

Wie musst du die Bruttomarge deuten?

Die Bruttomarge musst du auf mehrere weisen deuten. Nachfolgend haben wir sie für dich kurz und einfach Erklärt zusammengefasst.

  1. Die Bruttomarge ist im Verhältnis zu anderen Unternehmen der gleichen Branche ein wichtiger Anhaltspunkt für die Effizienz deines Unternehmens. Ist die sie im Verhältnis zu der der Konkurrenten geringer erhöht das die Wahrscheinlichkeit einer später auftretenden mangelnden Wettbewerbsfähigkeit und somit eines ausscheiden des Unternehmens aus dem Markt sofern es keinen Burggraben vorweist. Ist die Bruttomarge hingegen höher als bei den Konkurrenten ergibt sich dadurch ein Wettbewerbsvorteil mit dem sich das Unternehmen langfristig seine Marktanteile sichern kann.
  2. In der Unternehmenshistorie selber ist sie ein guter Frühindikator für Fehlerhaftes Management. So kann ein Unternehmen trotz rückläufiger Bruttomarge zwar Jahr für Jahr höhere Gewinne in seiner Bilanz veröffentlichen, diese zehren jedoch an der Substanz. Denn um dies zu erreichen wird beispielsweise an der Qualität der Materialien gespart, Lohnkürzungen werden vorgenommen oder es wird sogar auf substantielle Investitionen verzichtet. Diese Bilanztricks kannst du über die Bruttomarge aufdecken. Sinkt die Bruttomarge seit geraumer Zeit ist das ein guter Frühindikator für substanzielle Probleme im Unternehmen und somit ein eindeutiges Zeichen dafür nicht in dieses Unternehmen zu Investieren.

Fazit: Bevor du dir eine ganze Unternehmensbilanz vorknöpfst schaue am besten erst einmal auf die Bruttomarge, ihr Verhältnis zu denen der Konkurrenten in diesem Sektor sowie die historische Entwicklung.

Viel Spaß, Geld und Erfolg wünscht dir dein TheSmartMoneyMakers Team. 😀